Der Film „Elternschule“

Elternschule-Greta

Die Regisseure und Filmemacher Jörg Adolph und Ralf Bücheler haben Kinder und Eltern während ihrer Zeit auf der Abteilung „Pädiatrische Psychosomatik“ der Kinder- und Jugendklinik Gelsenkirchen begleitet und beobachtet - vom Aufnahmegespräch bis zur Nachsorge ein halbes Jahr nach der Entlassung. Der Film zeigt das Auf und Ab einer konsequenten, ganzheitlichen Behandlung. Dabei stehen nicht die Kinder allein im Mittelpunkt, im Gegenteil: vor allem sind auch die Eltern gefordert. Sie lösen sich von festgefahrenen Verhaltensmustern, lernen ihre Kinder neu kennen - und finden oft erst hier heraus, wie das geht: Das gute Miteinander. Der Zuschauer erlebt Fortschritte, Rückschläge - und Heilung. 

Kinder im chronischen Stress: Laura schreit 14 Stunden am Tag. Anna kämpft mit ihrer Mutter um alles. Lucy hat noch keine Nacht durchgeschlafen. Joshua wird schnell wütend und beruhigt sich nicht mehr. Mohammed Ali kratzt sich blutig, schläft kaum und jammert den ganzen Tag. Felix trinkt nur Milch, die er gleich wieder erbricht. Zahra isst überhaupt nichts mehr, außer Pommes und Chicken Nuggets.
Alle kommen mit ihren erschöpften Eltern in die Kinder- und Jugendklinik Gelsenkirchen, Abteilung „Pädiatrische Psychosomatik“. Hier werden chronische Krankheiten behandelt: Neurodermitis, Asthma, Allergien, Schlaf- und Essstörungen, Verhaltensauffälligkeiten. Dabei ist die Therapie nicht die erste Behandlung, sondern in der Regel der letzte Strohhalm nach vielen gescheiterten Therapieversuchen zu Hause. Mindestens drei Wochen lang bleiben Eltern und Kinder zusammen in der Klinik und durchlaufen ein umfassendes Programm: Schlaftraining, Esstraining, Verhaltenstraining, Psychotherapie und Erziehungscoaching. Die Behandlung ist ganzheitlich, d.h. es geht hier nicht nur um die Symptome der Kinder, sondern um das gesamte Beziehungsgeflecht der Familie - und somit natürlich auch um das Verhalten der Eltern.

Die Filmemacher begleiten Psychologen, Ärzte, Eltern und Kinder während der Therapie. Sie zeigen dabei, wie sich die Kinder und Eltern miteinander verhalten, wie sie immer wieder gelernte Interaktionen anwenden, die sie gemeinsam in eine Sackgasse gebracht haben. Der Film beschreibt und erklärt die Therapieansätze des Psychologen- und Ärzteteams. Dazu zeigt der Film immer wieder Beispiele, wie die Therapie in der Kinder- und Jugendklinik Gelsenkirchen umgesetzt wird. Dabei ist der Film keine kritische, journalistische Reportage, sondern eine Dokumentation, die bewusst den Blickwinkel der handelnden Personen einnimmt.


Der Film ist am 11. Oktober 2018 in deutschen Kinos gestartet und hat viel Zustimmung, aber auch Kritik hervorgerufen. Dietmar Langer und die Filmemacher Jörg Adolph und Ralf Bücheler stellen sich immer wieder den Fragen der Öffentlichkeit.

Mehr Informationen zum Film: www.elternschulefilm.de
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